Künstler & Planetarier
Luigi Crippa
1921 − 2006

­Pressetexte und Selbstdarstellung

PHANTASTISCHE KUNST ALS WEGWEISER — Sergius Golowin
Einführung im Buch «Luigi Crippa Radierer und Maler», 1977 Luigi Crippa wurde 1921 in Perego in der Brianza geboren: Das ist das Comerland in der unmittelbaren Nähe der Schweiz; was seine Volkskultur angeht, mit entsprechenden ländlichen Gegenden des schweizerischen Tessin auf mannigfaltige Art und Weise verknüpft. Als Kind kommt Luigi, Sohn eines sogenannten norditalienischen „Gastarbeiters“, in unsere Eidgenossenschaft. Er erlebt manches im Lande bewusst und man kann von ihm darum mancherlei über das Gute und auch über das Zweifelhafte bei uns lernen, viel mehr als bei vielen „alteingesessenen“, die alles um sie herum als Selbstverständlichkeit nehmen und eigentlich mit nichts mehr zufrieden, zumindest nie begeisterungsfähig sind.

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SELBSTDARSTELLUNG — Luigi Crippa
als «Planetarier, hielt ich am 16. Februar 1921 um ca. 23 Uhr Einzug auf die, Erde und erblickte etwas später das trübe Licht dieser Welt. Solches geschah auf einem kleinen Hügel in einem ebenso kleinen Dorf. Man nennt es Lissolo bei Perego in der Brianza und es gehört zur Provinz Como, etwa 35 Kilometer von der Schweizergrenze entfernt. Wie jedes Wesen, hatte auch ich eine Mutter. Leider starb sie, als ich noch nicht ganze zwei Jahre alt war. Mein Vater, von Beruf Schreiner, arbeitete als Fremdarbeiter in der Schweiz. Ich lebte, oder besser gesagt, ich versuchte es mit aller Mühe, zusammen mit drei Tanten in einem alten Haus. Diese nahmen mich in ihre Obhut. Die eine war 110 cm, die Grösste 154 cm gross. Das grösste in diesem alten Barockbau waren das Cheminee und die Armut.

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